Stadtmauer Carcasonne
Wir besuchen natürlich die Mittelalterstadt Carcasonne

Die Fahrt vom See nach Carcasonne mit einem kleinen Tank-Stop zwischendurch zieht sich - obwohl der größte Teil über die sehr leere französische Autobahn geht. Generell muss ich wieder mal feststellen, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung die Autofahrt inklusive der Autofahrer entspannter macht. Ich habe einen CCP-Stellplatz in der Nähe von Carcasonne rausgesucht. Laut App sind knapp die Hälfte der Plätze noch frei als wir einrollen. Die Stellplätze sind super großzügig und was noch besser ist - wir entdecken bei der Einfahrt einen Pool.

Heißt also kurzfristige Planänderung - wir kühlen uns zunächst im Pool ab und fahren erst am späten Nachmittag zu einer der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten und UNESCO Weltkulturerbe in Frankreich, der mittelalterlichen Stadt Carcasonne. Vorher holen wir noch beide Mopeds vom Lastenträger - bzw. aus der Garage. Das klappt immer besser. Und dann hupfen wir alle in den Pool. Eine Wohltat bei den vorherrschenden Temperaturen von 29 Grad. Ich glaube wir sitzebn eine Stunde lang nur im Wasser, aber gegen 4 Uhr dränge ich zum Aufbruch, damit wir noch irgend Etwas von unserer Besichtigung haben. Mit den Rollern sind wir fix in der Stadt und noch besser - wir können 100m vom Eingang direkt parken. Die Hummel fährt nach der Reparatur wieder tadellos.

Henry entdeckt Ritterausrüstung
Es gibt überall Ausrüstung für kleiner Ritter - Henry ist begeistert

Carcasonne thront als beeindruckende, riesige Festung auf dem Berg und ist noch super erhalten. Es gibt unzählige Lädelchen und Kneipen in den schmalen Gässchen der Stadt. Natürlich haben die meisten Läden neben klassischem Touri-Artikeln auch Ausrüstungen für kleine und große Ritter. Henry ist beim ersten Laden schon Feuer und Flamme und würde den am liebsten leer kaufen.

Aber wir bestehen darauf, dass wir zuerst die Stadt anschauen und erst dann Shoppen und Eis essen gehen. Trotzdem müssen wir schon nach den ersten Metern ein Galette für Rufus organisieren, der sichtlich auf Reserve läuft. Danach laufen wir durch alle Gassen der überraschend großen Stadt. Rufus ist nur mäßig begeistert und lässt sich auch mit der Aussicht auf Eis nicht sonderlich gut motivieren.

Wir hatten eigentlich überlegt direkt in der Stadt Essen zu gehen. Bei den gesalzenen Preisen von über 25€ pro Portion überlegen wir es uns anders, denn direkt am Stellplatz gibt es auch ein Restaurant aus dem es schon beim Poolbesuch unsagbar gut gerochen hat. Die Jungs bekommen natürlich ihr "Belohnungs-Eis", Henry darf sich im Laden mit Ritter-Equipment eindecken und wir finden sogar eine schöne Brosche für Chrissi. Dann aber zurück zum Stellplatz, denn es geht schon auf 19 Uhr zu und wir haben seit dem Frühstück nichts gegessen. Wir melden uns kurz im Restaurant an, stellen unsere Roller ab und ergattern einen Tisch auf der Terrasse mit Blick auf den Pool.

Raubritter unterwegs
Die Raubritter machen danach den Stellplatz unsicher

Henry will gücklicherweise nichts essen, denn beim Blick auf die Karte sehen wir, dass die Preise hier sogar noch über denen von Carcasonne liegen. Ach - Wurst, ist ja Urlaub. Es gibt gegrilltes Fleisch in allen Variationen. Chrissi bestellt 450g Schwein, während ich eine Entenbrust ordere. Als Kids Menue gibt es hier nicht etwa billige Pommes mit Hähnchen, sondern auch rosa gebratene Entenbrust. Wir gönnen uns gleich ein Fläschchen Rosé dazu und verbringen den Abend bis zur einbrechenden Dunkelheit bei Grillen-Gezirpe auf der Terrasse.

Hinter der Stadt sieht man bereits eine Gewitterfront aufziehen, aber wir hoffen dass sie auch diesmal an uns vorbei zieht. Am Wohnmobil setzen wir uns noch draußen hin, Rufus geht sofort schlafen - der ist alle. Henry hingegen zieht seine Rüstung an und streift als furchtloser Ritter über den Platz. Ich entsorge noch das Klo und stelle die Stühle vorsichtshalber unter das Wohnmobil. Das Gewitter erwischt uns dann in der Nacht und ich springe noch fix raus, um die Hummel abzudecken. Leider ist unser China-Nachbau nicht besonders wassereresistent und rostet sehr schnell.

Abendessen in Carcasonne
Es gibt leckeres Abenessen am Stellplatz direkt vor dem Pool - und  Knutscher auch noch..

Das Gewitter tobt ganz schön heftig, so dass sich Chrissi zu den Jungs ins Bett legen muss, weil die bei dem ganzen Blitz und Donner Angst bekommen. Am Morgen ist der Spuk vorbei und wir können wieder draußen frühstücken. Die Auswirkungen des Unwetters halten sich auch in Grenzen. Danach verladen wir wieder die Roller und machen uns abfahrbereit, während die Jungs eine Runde in den Pool gehen. Das machen wir direkt vor der Abfahrt auch noch. Danach heißt es aber wieder ab in Richtung Süden.

Narbonne liegt nur 38km weit weg und wäre der direkte Weg zum Meer. aber nachdem das für mich vor zwei Jahren einer der schlechtesten Stellplätze war (wegen des permanenten, starken Mistralwindes), möchte ich als nächsten Stop bis nach Pescador in Spanien. Obwohl der Stellplatz grandios ist, haben wir eine schlechte Erinnerung dran, denn dort hatte sich Christina vor zwei Jahren die Arme gebrochen und musste den Urlaub abbrechen. Diese schlechte Erinnerung müssen wir unbedingt in eine schöne abändern.

Pescador Strand
Endlich am Meer in Pescador - Surfen und Buddeln

Wie fast immer stehen wir an der Spanischen Grenze im Stau, trotz Wochentag und 14 Uhr. Wir kommen dadurch relativ spät am Stellplatz an, der uns total vertraut vorkommt. Wir parken fast an der gleichen Stelle an der wir vor zwei Jahren geparkt haben. Dann packen wir unsere Sachen und ziehen zum Meer. Der Strand ist in diesem Jahr etwas verwahrloster als damals, aber das Meer ist super und die Jungs stürzen sich sofort mit ihren Boards in die die Wellen - und die nette Strandbar ist auch noch da.

Das Wetter hat ein wenig zugezogen, so dass wir die mitgenommen Sonnenschirme gar nicht aufspannen müssen. Es ist trotzdem super warm und wir genießen das Meer. Während wir so da sitzen und unseren Limoncello-Spritz bzw. Bierchen genießen, schlägt ganz knapp neben uns der Lenkdrachen eines ungeübten Kite-Surfers auf. Das hätte auch schief gehen können und der folgende Anschiss kommt nicht nur von us, sondern ziemlich lauthals auch von Besuchern der Strandbar.

Pescador Cerveza an der Strandbar
Leckeres Bier an der Srandbar in Pescador

Abends gibt es Tortellini mit Schinken-Sahne Soße und wir leeren noch ein Fläschchen Wein vor dem Wohnmobil in der untergehenden Sonne. Auch hier hängt eine Gewitterfront in den Bergen, so dass ich vorsichtshalber wieder die Stühle unter das WoMo schiebe, bevor wir schlafen gehen.

Das hätte ich mir diesmal sparen können, denn als wir am Morgen nach dem nächtlichen Starkregen aufwachen, steht unser Wohnmobil in einer riesigen Pfütze. Der Boden in Pescador ist so verfestigt, dass das Wasser nicht versickern kann und natürlich liegen unsere Stühle damit in der Pfütze. Bevor wir frühstücken sind sie wieder getrocknet und wir können den gröbsten Schlamm mit dem Besen wegkehren.

Wir bleiben heute noch in Pescador, da sich das Wetter deutlich gebessert hat und verbringen den Tag mit Baden, Drachen steigen lassen, Buddeln und dösen. Nachmittags schnalle ich noch den Roller ab und fahre in den nahegelegenen, gut sortieren Supermarkt. Dort kaufe ich Brot für die nächsten Tage und Grillfleisch für heute Abend. Es gibt "Börrewurst" (700g gerollte Wurst) und Fleisch-Spieße. Das Wetter hält und wir essen in der untergehenden Sonne - einfach nur schön. Diesmal gibt es kein nächtliches Gewitter und alles bleibt trocken. Und morgen geht es weiter nach Barcelona.

Basilika St Nazaire in Carcasonne
Basilica St. Nazaire in Carcasonne
Stellplatz in Pescador
Der Stellplatz an den Kanälen in Pescador - immer wieder schön
Erinnerung an Pescador 2026
Erinnerungsfoto an Pescador 2026 muss natürlich sein  

Ein Kommentar

  • Ich lebe total mit und freue mich für euch. Gestern habe ich mal frühere Berichte gelesen. Super schön. Einen dicken Kuss von Oma❤️😘