
Donnerstag: 22.08.2013: Letzter Tag in Propriano - heißt wir waren nur am Strand, haben Karten geschrieben und das WoMo ein bisschen eingeräumt - das war's.
Freitag: 23.08.2013: Heute ght es über die Berge zurück nach Bastia - also alles einpacken, sauber machen (wir wollen ja ein sauberes WoMo übergeben, und auch ein sauberes Motorrad und saubere Liegen). Um 11 tanken wir nochmal Wasser und leeren das Klo an der BP, mangels Gulli wollen wir das Brauchwasser an der nächsten Tanke weg kippen. Und da bekommen wir den ersten unfreundlichen Korsen zu Gesicht, man sollte sogar furios sagen. Im Nachhinein vermuten wir er dachte, wir kippen unser Klo in die Kanalisation, denn nur das würde erklären, warum uns aber sowas von zusammenscheißt, was uns einfällt und überhaupt...
Also ziehen wir weiter, die nächste Tankstelle kommt bestimmt- nur WANN? Mittlerweile sind wir mitten in den Bergen, das Panorama ist atemberaubend, der Laschda schnauft. Aber die Straße ist bis auf wenige Ausnahmen in kleinen Dörfern gut ausgebaut und nach einer Stunde sind wir in Ajaccio. Hier kommt auch die Tanke und so gehts komplett erleichtert Richtung Corte in die Berge. Die Aussicht wird immer spektakulärer, aber auch wenn die Straßen wirklich gut sind, bin ich doch froh, dass Roman fährt. Der steuert den Laschda mittlerweile als hätte er nie was Anderes gemacht.

Um 16:00 Uhr sind wir in Bastia, kaufen noch kurz bei unserem Gemüsehändler für Samstag Abend ein, tanken und parken uns dann im Wäldchen. Lustig irgendwie - jetzt stehen wir wieder genau da wo alles angefangen hat. Wir legen uns mit einem Helden-Bier noch ein bisschen an den Strand, und abends gibts Reste und für mich ein frühes Bett..
Anektode vergessen: abends am Strand von Propriano kommen französiche Camper zu uns und fragen, ob man hier stehen könnte, oder ob die Polizei käme. Wir verneinen, alles gut... Keine 15 Minuten später labert ein alter Camper Roman an. Offensichtlich will er uns vermeintlich jungen Ahnungslosen ein paar Horrorgeschichten erzählen. Von wegen dass die Polizei ihn schon nachts mit 6 Mann aus dem WoMo geschüttelt hätte, inkl. der weinenden Camper, und dass auch schon früher auf das WoMo seiner Freunde hier geschossen worden sei. Er hätte Bilder. Die Geschichte hören wir zwei Tage später von Anderen nochmal, da scheint er wohl mehr Erfolg gehabt zu haben. Wir statdessen lassen ihn relativ schnell abtropfen. Und plötzlich bleibt auch er über Nacht, entgegen seines vorherigen Rates an uns, nachts nach Propriano zurück zu fahren - Leute gibt's..
Samstag: 24.08.2013: Um 05:15 geht der Wecker, es ist noch dunkel - die Fähre wartet. Wir packen die letzten Sachen, Plan ist nach Bastia zu fahren, uns anzustellen und dann in der Schlange gemütlich zu frühstücken und zu packen. Läuft auch super an, aber kaum steht das Frühstück auf dem Tisch, winkt man uns, es geht los. Na toll, hin waren wir die letzten, heute die ersten - zum Glück habe ich den Rucksack für die Fähre schon gepackt !!!!
Kaffee und (blankes) Baguette nehmen wir mit, außerdem Stühle. Beim Einweisen könen sich die Winker nicht einigen wie sie uns hinstellen wollen. Einer winkt so, der ander so, Roman flucht, unglaublich. Wir kommen danach gerade so zur Tür raus.
Und dann geht es mit der Fähre zurück nach Italien und von dort aus mit dem "Laschda" zurück nach Deutschland. Ein ganz schönes Abenteuer, und eine neue Erfahrung, aber es wird definitiv eine Wiederholung geben

