Sonnenuntergang am Muran Beach Club
Karibischer Sonnenuntergang am Murano Beach Club

(Kurztrip: 30.05.2025) Fast hätten wir es nicht geschafft im Mai ein passendes WoMo-Wochenende zu finden. Entweder war das Wetter super schlecht angekündigt, oder aber die Wochenenden waren mit Terminen belegt. Dann kam gottseidank das letzte Wochenende mit dem Feiertag am Donnerstag, an dem zumindest gutes Wetter vorhergesagt wurde. Klar konnten wir den "Brückentag" nicht nutzen, weil am Freitag noch Schule war - zumindest für Henry. Rufus durfte wieder mal nicht in die Schule weil seine Schulbegleitung nicht da war. Aber so wollten wir zumindest direkt nach der Schule um 11 Uhr in Richtung Murner See aufbrechen.

Eigentlich wollten wir Henry direkt mit dem Wohnmobil an der Schule abholen, aber das hat nur mäßig geklappt, da ich zu dem Zeitpunkt die Fahrräder noch nicht auf dem Träger hatte. Also musste Chrissi den Wichtl mit dem Auto holen, aber direkt danach gings tatsächlich los. Wir kamen wieder mal gut durch und waren gegen 13:30 bereits auf dem Stellplatz am See. Es gibt dort genaugenommen zwei Stellplätze - einen mit Vollversorgung aber ohne Seeblick, und einen direkt am See ohne Alles.

Natürlich sind bei unserer Ankunft die begehrten See-Plätze alle belegt, nur auf dem parzellierten Stellplatz sind noch einige frei. Ich stelle mich also zunächst auf den "nicht so schönen" Platz und Chrissi erkundet zu Fuß unsere Optionen mit Seeblick. Dabei ist auffällig, dass die Leute dort eher großzügig geparkt haben, also eher 1,5 Plätze belegen. Bei einer besonders großen Lücke, wo eigentlich nur Tisch und Stühle stehen, quetschen wir uns noch dazwischen - wohlwissend, dass die Nachbarn darüber vermutlich nicht begeistert sein werden.

Entspannung am Wohnmobil
Herrlich ruhig ist es am Freitag - da kann man gut relaxen auch noch mit Top-Aussicht

Wir holen unseren Tisch und die Stühle heraus und setzen uns vors Wohnmobil direkt an den Hang mit einem wunderbaren Blick auf den glitzernden See. Das Wetter ist tatsächlich herrlich und die Jungs erkunden zunächst ein wenig unwillig das Ufer. Später holen sie noch ihre Eimerchen und Schaufeln und buddeln fleißig am Seeufer. Ich halte kurz die Füße ins Wasser und muss feststellen, dass es (noch) nicht besonders warm ist. Der verregnete Mai hat die See-Temperatur scheinbar noch nicht auf Badetemperatur anheben können. Henry traut sich mit seinem Neoprenanzug trotzdem ins kühle Nass - Respekt.

Irgendwann kommen unsere Nachbarn mit ihren Rädern zurück und kommentieren unser Parkmanöver mit den Worten "Jetzt können wir die Markise nicht mehr ausfahren". Klar kann ich mich nicht zurückhalten sie darauf hinzuweisen, dass ihre Markise immer noch ausgefahren werden kann und dass es nett wäre am Stellplatz etwas weniger ausladend zu stehen. Sagen wir mal - das war nicht der allerbeste Anfang für eine gute Nachbarschaft. Dabei stellt sich im Nachhinein raus, dass unsere Nachbarn eigentlich nett sind und dass nicht sie sich wirklich breit gemacht haben, sondern der nächste Nachbar rechts von uns.

Liegewiese am See
Wir stehen wunderschön oberhalb der Liegewiese

Der ist tatsächlich mit seinem Offroad-Wohnmobil mit sichtbarem Instagram Hinweis und seinen zwei nervigen, dauernd bellenden Dackeln auch eher wenig platzsparend unterwegs. Tatsächlich fährt eines der WoMos noch weg, so dass sich die netten Nachbarn weiter weg stellen können und zusätzlich noch ein kleiner VW-Bus zwischen uns passt. Geht doch und entspannt die Lage auch ungemein.

Am Abend gehen wir zum chilligen Murano-Beach-Club, der mit Strandliegen dem Sand und einer adäquaten Musik einen Hauch von Karibik vermittelt. Ganz besonders nachdem die Sonne direkt davor im See versinkt. Die Jungs bekommen noch ein Eis und wir genehmigen uns einen "Sundowner". Das ist unglaublich schön dort und wir bleiben dort fast bis die Sonne untergegangen ist. Weils so schön ist, bekommen die Jungs ausnahmsweise noch ein zweites Eis. Wir bekommen noch mit, dass am nächsten Tag ein Techno-Event statt findet und am Sonntag ein inklusiver Kindertag geplant ist, bevor wir glücklich und zufrieden in unsere Betten fallen.

Die Jungs auf dem SUP
Irgendwann klappt es doch und die Jungs fahren zusammen auf dem SUP

Am nächsten Morgen blase ich das SUP auf und fahre mit den Jungs zum gegenüber liegenden Aussichtsturm und dann zum Strand des angrenzenden Campingplatzes. Der See ist tatsächlich relativ groß und wir sind entsprechend lange unterwegs. Danach möchte Henry gerne mit den beiden Kindern unserer Camping-Nachbarn weiter fahren, die lustigerweise auch Max und Anna heißen (wie seine aktuellen Schul-Freunde). Rufus möchte er lieber nicht dabei haben, denn der möchte am liebsten SUP-Rammen spielen. Klappt dann irgendwie doch, auch wenn die Kids in Ufernähe bleiben müssen, weil Anna gar nicht schwimmen kann.

Auch wir wagen uns todesmutig ins kühle Nass - wenn auch immer nur für kurze Zeit. Der Murrner See ist noch ganz schön zapfig. Als die Jungs gegen Mittag bei unseren Nachbarn aufgeräumt sind, starte ich eine See-Umrundung mit dem SUP - ist irgendwie auch schön meditativ. Ich besuche noch kurz den gut sortierten, aber relativ teuren Laden, der zum Campingplatz gehört und hole uns noch zwei kalte Bierchen. Irgendwie verdampft mein Hopfengetränk bei den aktuellen Temperaturen zu schnell. Und Grillen ohne Bier ist ja irgendwie auch keine Option. Nachmittags werfe ich den Grill an und wir genießen unsere Würstchen und Schweinenacken-Steaks musikalisch untermalt mit der Sound-Probe von der Techno-Party.

Grillen muss sein
Endlich mal wieder Grillen

Die Party beginnt irgendwann gegen 5 und wir sind mittendrin, auch wenn wir gar nicht da sind. Die Musik ist gut hörbar, aber nicht zu laut, so dass wir den Sonnenuntergang diesmal sehr chillig direkt am Wohnmobil genießen. Die Kids wollen abends überhaupt nicht ins Bett, vor Allem Henry kann sich nur schwer von Anna und Max trennen. So lassen wir sie laufen bis es dunkel wird. Auch danach ist die Aufregung noch groß und es dauert ewig bis die Jungs einschlafen. Uns zieht es gegen 12 auch ins Bett. Die monotone Musik der Techno-Party erweist sich als perfekte Einschlafmusik. Am nächsten Tag hören wir von den Nachbarn, dass die Party bis 4 Uhr früh gegangen sein soll - haben wir gar nicht mitbekommen.

Für den Abend und die Nacht waren starke Gewitter gemeldet worden, daher haben wir wohlweislich die Stühle unter das WoMo geschoben und das SUP eingepackt. War wieder mal eine gute Idee, denn irgendwann nachts hat es tatsächlich geregnet, so dass wir alle Dachluken schließen mussten. Davon merkt man am Morgen nicht mehr viel, so dass wir wieder draußen frühstücken können. Aber das Wetter ist bereits deutlich schlechter als gestern. Immer noch warm, aber schon ordentlich bewölkt.

Während wir noch mit der Nachbarin schnacken, die noch 350km nach Hause fahren müssen, beginnt es wieder zu regnen. Und es sieht nicht aus, als ob es bald wieder aufhören würde. Wir verabschieden die Nachbarn, packen unsere Sachen zusammen und entscheiden uns für die Heimfahrt und gegen das inklusive Kinderfest (das bei dem Wetter wahrscheinlich gar nicht stattfinden wird). Auf dem Weg zum Bezahl-Automaten und der Entsorgungsstation muss Christina noch einen wenig einsichtigen Camper weg hupen, der sich so doof hingestellt hat, dass Keiner vorbei kommt - obwohl genug Platz da gewesen wäre. Wir entsorgen noch unser Grauwasser, bezahlen unseren Aufenthalt und treten entspannt die Rückreise nach Fürth an. An der Station treffe ich zufällig noch den Falschparker, der glaubt einen dummen Spruch in Richtung Chrissi abgeben zu müssen die am Grauwasserablass steht. Da der Camper nicht allzu helle ist, kann ich ihn mit zwei passenden Sätzen zum Schweigen bringen. Gibt schon doofe Leute. Nichts desto trotz war das Wochenende, der Stellplatz und der See voll genial und das schreit nach einer Wiederholung.

Rufus alleine auf dem SUP
Rufus muss unbedingt auch mal alleine SUP fahren
Sonnenuntergang am Murrner See
Hat was - Abendstimmung am Murner See
Techno Party Murano Beach Club
Die Techno-Party ist im vollen Gange und wir mitten drin..

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